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Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten als den Andersdenkenden.
Friedrich Nietzsche |
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Hier möchte ich mir Gedanken zu BDSM im allgemeinen machen. Was ist SM für mich? Was denke ich mir über Dominas und Sklavinnen und Studios.
Ich mache mir hier Gedanken über die SM-Szene und über SM-Studios. Weiters wird es ein Lexikon der etwas andren Art geben.
Lies einfach selber, was Dich interessiert.
Viel Spaß,
Katarina |
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Was ist BDSM für mich?
Diese Frage haben sich sicher schon viele Menschen gestellt.
Auch muss diese Frage jeder Mensch für sich selber beantworten. Jeder erlebt seine Sexualität auf eine ganz andere und eigene Weise.
Und das ist schon gut so. Was wäre die Welt doch fad, wenn wir alle die gleichen Vorlieben hätten. Ganz abgesehen von der Sexualität. Aber gerade da wird die Welt doch bunt!
Auch denke ich, dass wir das Recht haben, als erwachsener Mensch unsere Neigungen, Fantasien und Träume so zu leben, wie wir es für richtig halten.
Dass es da eben gewisse Regeln gibt, sollte nicht immer extra erwähnt werden müssen.
Ich finde es irgendwie traurig, dass etliche SMler immer das Bedürfnis haben, erwähnen zu müssen, daß z.B. Kinder zu ihren Tabus zählen.
Das sollte doch bitte – ebenso wie einige andere Dinge auch – so selbstverständlich sein, wie unsere Atmung.
In einem Verhältnis zweier erwachsener mündiger Menschen gelten jedoch die Regeln, die die beiden vereinbart haben. Alles andere, geht niemanden auch nur irgendwie etwas an (Straftatbestände sind hier natürlich ausgenommen). |
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Das, was ich hier schreibe, ist meine ganz persönliche Meinung der Materie.
Natürlich wird es eine Vielzahl von Menschen geben, die das ganz, ganz anders sehen.
Das ist ja auch legitim und gut so. Desweitern möchte ich noch erwähnen, daß ich meine Meinung vertrete und daß das keine Wertung anderer Menschen und ihrer Neigungen ist. |
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Was ist mir nun wichtig? Was bedeutet für mich BDSM?
Wie Du bestimmt schon mitbekommen hast, halte ich nicht sonderlich viel von den gängigen Klischees und Regeln, derer sich viele andere Dominas bedienen.
So nach dem Motto: "Eine Domina darf dieses und jenes nicht, weil dann ist sie ja keine richtige Domina."
Wann ist man denn eine richtige Domina?
Ich denke, man macht es dann richtig, wenn es allen Beteiligten gefällt.
Und ich tue immer das, was mir gefällt. Auch lasse ich mir nichts vorschreiben. Was jedoch nicht heißt, dass ich die Fantasien, Tabus und Grenzen meiner Mitspieler ignoriere oder missachte!
Ganz im Gegenteil!
Vielmehr heißt das für mich, dass es in diesem Moment nur uns zwei (oder mehr) gibt, und alles andere ist nebensächlich!
Ich kann nur guten SM machen, wenn ich auch auf den Partner Rücksicht nehme.
Was jetzt nicht heißt, daß ich eine "Wünsche-Erfüllerin" bin.
Weder in meinen privaten Sessions noch im Studio!
Ich tu mir auch schwer mit Menschen, die sich selbst in die Kategorie "kriechendes Würmchen" einordnen, und die meinen, es müsse so sein, dass sie selbst überhaupt keine Wünsche und Vorlieben haben dürften – die Domina könne ohnehin "alles" mit ihnen machen. Meist kommen sie schneller drauf, als ihnen lieb ist, dass dies eine Illusion darstellt!
Für mich ist wichtig, daß mein/e SpielpartnerIn ein eigenständig denkender und immer frei handelnder Mensch ist. Der auch sagt , wenn er etwas nicht will oder wenn er sich etwas wünscht.
Ob ich dann auch immer genau das mache und mich sofort dran halte, ist eine ganz andere Geschichte. :-)
Natürlich immer unter der Wahrung der Gesundheit — geistig wie körperlich. |
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Vielmehr meine ich damit, die Menschen, die nur für ihre Herrin leben.
Die alles tun , obwohl sie es nie im Leben tun würden unter andren Umständen.
Es ist schwer, meinen Standpunkt zu erklären, weil er ganz und gar nicht üblich ist. Auch sollte das in keiner Weise eine Wertung anderer Menschen und deren Handlungen sein!
Ich mag es, wenn ein Mensch, mein Spielpartner irgendwann für mich gewisse Tabus oder Grenzen übertritt.
Aber erst, wenn er selber soweit ist.
Nicht weil er glaubt, es als sogenannter SKlave tun zu müssen.
Ich spreche immer von Spiel und Spielpartner — jetzt werden einige sagen — SM ist kein Spiel.
Gut, akzeptiere ich für diese Menschen.
Jedoch ist es für mich keine Lebenseinstellung im herkömlichen Sinn.
Es ist für mich eine Bereicherung meiner Erotik und meiner Sexualität.
Soll ja nicht heißen, daß ich SM deswegen nicht ernst nehme - vielleicht vielmehr als manch anderer!
Ich möchte nie einen Menschen besitzen, schon gar nicht über ihn bestimmen müssen!
Das würde sich nicht mit meiner Einstellung von einer Beziehung decken.
Vorallem wäre mir das viel zu anstrengend. |
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Und genauso ist das auch beim Spiel.
Ich möchte nicht die Herrin sein , die alle Wünsche erfüllt , die rackert und der sogenannte Sklave tut eh alles, was ich sage und verlange.
Das ist mir viel zu einfach.
Wenn jedoch jemand innerlich und auch erkennbar äußerlich rebbelliert und sich dagegen wehrt , dann ist es für mich eine Herausforderung diese Grenzen zu brechen, diese Rebbelion zu beenden.
Ich will sehen , daß das was ich mache gut ankommt.
Aber ich will auch sehen , wenn ich was mache, was gar nicht gut ankommt. |
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Es gibt nichts schöneres , als wenn ich sehe , daß mein Spielpartner abhebt, genießt und eine andre Welt betritt für den Moment im Spiel.
Keine Gedanken an irgendwas verliert - für denn Moment lebt, abhebt und fliegt.
Und das gilt für meine privaten Spielpartner genauso wie für meine Studiogäste.
Ich mache da keinen Unterschied.
Es gibt schon einige Dinge, die ich vielleicht im Studio nicht machen würde, privat aber schon.
Aber umgekehrt wird es nichts geben.
Wenn ich selber nicht davon überzeugt bin oder meine Lust oder Leidenschaft daraus ziehen kann, dann mach ich das nicht. |
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Und ich denke, daran erkennt man die Menschen, die ihre Sache gern machen und nicht nur schnell die fette Kohle verdienen wollen!
Denn ein Mensch, der etwas für sich daraus zieht, wird nur Dinge anbieten und Praktiken machen, mit denen er sich identifiziert.
Und so gibt es eben auch Dinge, die ich nicht mag. Was das genau ist, findest Du an anderer Stelle erklärt.
Aber ich denke, Du kannst Dir schon ein wenig ein Bild von dem machen, was ich unter SM verstehe!
Hier ein paar Stichworte:
- Keine starren Regeln und Rollenverteilungen
- Keine gängigen Klischees und vorgegeben Regeln
- Einfallsreiche Sessions
- Außergewöhnliches Setting (ich bin ein sehr visueller Mensch - Auge und Ohr sind mir sehr wichtig)!
- Mir ein autentisches Rundherum sehr wichtig ist (Burgverlies in der Besenkammer ist nicht meines - dafür gibt es bessere Locations!)
- Mir nicht unbedingt ein Studio wichtig ist - ich spiele überall!
- Ich tue immer das, was Spaß macht und gut tut - beiden Partnern!
- Ich nichts tue, nur weil ich Geld dafür kriege!
- Ich keine gesundheisgefährdenden Praktiken anbiete (Körper & Geist)!
Wenn das auch Punkte sind, die für Dich wichtig sind, werden wir uns sicher verstehen. |
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| Aktualisiert am 27. Mai 2009 |
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