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Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.
Wilhelm Busch |
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Domina – Herrin – Lady – Bizarrlady – Zofe – Maitresse – Sklavin – Sklave – Sub – Subbie – Dom – Domse – ...
Hier finden sich alle möglichen Begriffe, die in der SM-Szene, im Besonderen in der Profiszene so für ihre Akteure gebraucht werden.
Was bedeuten die Begriffe wie "Domina", "Zofe" & "Bizarrlady" für mich und was halte ich überhaupt von derartigem Kategorisieren?!
Wenn es Dich interessiert, wünsch ich viel Spaß beim Lesen,
Katarina |
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Was bedeuten diese Begriffe?
Was ich hier sicher nicht machen werde, ist ein Begriffslexikon. Dieses findest Du umfangreicher und vollständiger bei Wikipedia und Datenschlag/Papiertiger.
Vielmehr möchte ich mir ein wenig Gedanken über die Begriffe in der Szene, besonders in der Profiszene machen.
Für mich persönlich haben sie nicht wirklich eine Bedeutung. Zu sehr kategorisieren sie einen Menschen und stecken ihn in vorgefertigte Schubladen.
Es wird immer von Toleranz in der Szene gesprochen (egal ob Privat- oder Profiszene). Von Toleranz gegenüber den Menschen, die SM ausleben und diese Toleranz von Nicht-SMlern einfordern.
Wie steht es aber nun um diese Toleranz in der SM-Szene?
Allzu oft höre ich, "das ist ja keine Domina, weil die macht dies und die macht jenes ..."
Das macht mich einerseits nachdenklich und anderseits unglücklich.
Erst kürzlich hatte ich wieder eine sehr aufschlussreiche Diskussion in einem deutschen Dominaforum. Die Dominas selber nämlich sind die, die andere "Kolleginnen" für etwas verurteilen, "was eine Domina eben nicht macht?!"
Nur – wer außer mir selber hat das Recht, mir vorzuschreiben, was ich tun muss und was ich nicht tun darf?
Bin ich nur dann eine ehrwürdige Domina, wenn ich bis zum Hals rauf angezogen bin und den Besucher nicht näher, als die Peitsche lang ist, zu mir ranlasse?
Bin ich nur dann eine gute Domina, wenn ich keine Gefühle zeige, bzw. nur unnahbar und als Mensch auf jeden Fall unantastbar bin?
Habe ich mein Handwerk wirklich verfehlt, wenn ich Praktiken zulasse, die von sogenannten "echten" Dominas verteufelt werden?
Sollte ich nicht vielmehr bestrebt sein, das zu tun, womit mein Spielpartner und ich Spaß haben? |
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Sollte es nicht eher meine Entscheidung sein, wen ich, wann und wie nah an mich ranlasse oder ob ich einen Besucher (natürlich in seinem Einverständnis) vergenusstätige.
Was ich da letztens gelesen habe, hat mein Bild und meinen Leitspruch wieder einmal bestätigt.
Zu oft werden gängige Klischees als Grund dafür genommen, gewisse Praktiken nicht machen zu müssen.
Und das finde ich schlichtweg schade. Ich finde es schade, dass ich mich derartigen Klischees bedienen muss, um mich vor irgendjemanden zu rechtfertigen, für Dinge, die niemanden etwas angehen!
Es muss doch möglich sein, dass ich als selbständig handelnder und vor allem arbeitender Mensch, ohne Angabe von Gründen die Praktiken anbiete, die ich für mich vertreten kann und jene ablehne, mit denen ich mich nicht identifizieren kann.
Manche bieten Praktiken an, die Leib und Leben gefährden, bei denen sie sich selber am liebsten ankotzen würden oder über die sie sich hinterrücks lächerlich äußern. Aber des lieben Geldes wegen werden beide Augen fest zugedrückt – und durch!
Und sobald ihnen jemand zu nahe kommt, wird zugemacht. |
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Und ich finde es absolut ok, wenn jemand sagt: "Nein, ich biete keinen Sex an." Jede Frau hat das Recht zu entscheiden, ob und wann und vorallem mit wem – egal ob umsonst oder für Geld! Sie muss sich dafür in keiner Weise rechtfertigen!
Was ich hingegen nicht in Ordnung finde, bzw. es wirkt eher lächerlich bis armselig auf mich, ist zu sagen, "Das darf eine Domina nicht" , "Ich muss doch meine Stellung als Domina wahren", "Ich darf mich doch nicht von meiner eigenen Lust überrumpeln lassen", …
Ach so – hat SM denn nichts mit Erotik zu tun? Soll SM denn nicht gut tun? Soll SM denn nicht Lust bringen? Beiden!
Da bekam ich doch tatsächlich als Antwort: "Nein, ich muss die Verantwortung für meinen Sklaven übernehmen". Nun, das ist ja auch notwendig und gut so! Nur, dann dürfte eigentlich niemand bei erotischen Spielchen Lust empfinden: Denn Verantwortung gegenüber dem Partner / der Partnerin sollte eine Selbstverständlichkeit sein!
Aber es gibt leider immer wieder Menschen, die den anderen erklären müssen, was richtig und was falsch ist. Wie "echter SM" funktioniert (alles andere ist dann Pippifax – oder was?), ...
Ich handle nach dem Motto:
"Richtig" ist es dann, wenn es gut tut. Und zwar beiden! |
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Darf denn eine sog. Sklavin nicht auch mal den Spielpartner dominieren? Gut, das ist für die meisten ja noch kein Problem.
Aber sobald eine dominante Dame sich auch nur annähernd an den Busen fassen lässt, wird sie gleich gesteinigt, bzw. wird ihr der "Domina-Rang" aberkannt!
Auf diesen Rang verzichte ich gerne, wenn ich nur dann eine gute Herrin wäre, wenn ich keine Gefühle zeige, kalt und unnahbar agierte und sage, SM hätte nichts mit Erotik, Zärtlichkeit, Sexualität, Fallenlassen oder Hemmungslosigkeit zu tun.
Auf diese Doppelmoral kann ich gerne verzichten.
Daher werde ich mich nicht auf die selbe Stufe begeben und sagen, eine Domina ist … eine Sklavin ist… und eine Herrin, die sich die Muschi lecken lässt ist "nur" eine Bizarrlady.
Jede/r ist das, wozu sie/er sich macht. Nicht mehr und nicht weniger
Ich wünsche Euch noch einen schönen Tag,
Katarina |
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| Aktualisiert am 27. Mai 2009 |
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