BDSM in den Medien:
SM & Fetisch – Mittlerweile ja schon eine Art von Lifestyle geworden. Überall – in der Werbung, im TV, in Musikvideos, wird der SMler als Transportmittel, wofür auch immer, vermarktetet. Ob Latex im neuen Top-Musikclip oder die Domina, die Werbung für Fischerdübel macht, in dem sie ihren zappelnden Sklaven an die Decke hängt …
Die Frage, entsteht diese Art von Lifestyle und der Hype durch die Präsenz in diversen Medien oder springen die Zeitungen und TV-Sender einfach auf den Zug auf, mit diesem Thema, welches mittlerweile zum In-Thema mutiert ist und auf der anderen Seite aber auch, die mit für viele noch immer mit Gewalt und Verletzung in Verbindung gebrachten Handlungen, um ihre eigenen Quoten zu erhöhen?
Was sollte man denn sonst mit Titeln wie „SM – Lust durch Gewalt“ oder „Deutschland schlägt sich durch“, denken, als dass man mit reißerischen Headlines, Leser und Zuschauer aquirieren will.
Dass solche Beiträge außerdem sicher nicht zur allgemeinen Akzeptanz beitragen (können), wird sich ja bestimmt jeder selber ausrechnen können.
Viele SMler (auch etliche, die ich gut kenne) wollten und wollen durch die Interviews, Berichte in Zeitschriften, TV-Sendungen und Talkshows, genau dieses Bild verändern. Sie sind wirklich bemüht, wollen aufklären, zeigen, dass es anders auch geht, als das allgemeine Bild oft darstellt.
Leider gelang und gelingt es nur den Wenigsten. Der Rest wird für Quoten missbraucht.
Einzig und allein die sogenannten Profi-Dominas versuchen noch, mit der Mitarbeit bei solchen Projekten, eine Werbung für sich zu lukrieren.
Wenn sie dann aber Aussagen wie „Hier im Studio trage ich Latex, zu Hause bin ich aber ganz normal“ oder „Für den Bericht packt die Herrin des Hauses ihre Standardnummer aus: Ein devoter Herr, ganz in Latex, am Kopf eine Hundemaske, liegt auf allen Vieren am Boden, die Domina zieht das Stahlhalsband immer enger, bis das menschliche Hundegebell in Atemnot erstickt … … Die Chefin, privat viel lieber in Turnschuhen und Trainingsanzug unterwegs, erklärt ihre Profession ganz profan: Es gibt halt immer wieder Männer, die den Kick erst dann finden, wenn sie sich völlig ausgeliefert fühlen!“, tätigen, hilft das ungemein, das eh schon verkehrte Bild, noch zu verstärken und gerade in der sogenannten „privaten“ SM-Szene für großen Unmut zu sorgen.
Was sollte sich da wirklich jemand denken, der selber mit BDSM keine Erfahrungen hat oder sich für das Thema interessiert bzw. informiert hat?
Wie kommt man zu guten Informationen, durch die vielleicht vorhandene Vorurteile abgebaut werden können oder erst gar nicht zuzulassen?
Die meisten TV-Berichte sind meist so aufgezogen, dass sehr häufig professionelle Dominas und Studios die Hauptdarsteller solcher Produktionen darstellen.
Immer weniger „private“ SMler lassen sich von TV-Sendern dazu bewegen, über ihr Leben mit BDSM zu erzählen.
Absolut verständlich für mich.
Sie haben genug davon, immer nur dazu missbraucht zu werden, durch reißerische Kommentare und mit der Art, die Aussagen so zu schneiden, die Quoten zu erhöhen.
Eigentlich wollten viele ja nur gute und reale Äußerungen vorbringen. Sie wollten zeigen, dass sich SM einvernehmlich unter mündigen, erwachsenen Menschen abspielt und durchaus auch Begriffe wie Zärtlichkeit, Nähe, Liebe und Genuss darin vorkommen. Nicht nur Schläge und Demütigung. Und schon gar keine Gewalt.
Aber was bringt denn Quote? Sicher nicht die Kuschel-SMler. Es muss ausgefallen sein. Es muss von der Norm abweichen. Es sollte vielleicht auch noch schockieren.
Genau das Gegenteil aber war das, was viele SMler eigentlich darstellen wollten, die in solchen Berichten mitgemacht haben.
Dann hört/liest man in der Regel in solchen Berichten auch noch irgendwelche Psychologen/Psychotherapeuten, die zum Thema und den einzelnen Praktiken/Lebensweisen befragt werden und oft ihren Senf dazu geben.
Man liest/hört schnell heraus, dass sie mit BDSM bestenfalls im Studium damit konfrontiert waren.
Sie decken sich auch sehr häufig mit den Aussagen vieler Dominas, die dann gerne als Hobbypsychologen in Erscheinung treten.
Ich kann mich da an einen Bericht einer Wiener Domina erinnern, die auf die Frage, warum Menschen auf Dirty-Games – also Kaviar z.B. stehen meinte, „Die Herrn wurden wahrscheinlich von ihrer Mutter zu lange in der angeschissenen Windel liegen gelassen.“ Und fügte dann noch lachend hinzu, „wahrscheinlich hat sie ihnen die vollgeschissene Windel auf den Kopf gehauen“.
Somit werden sehr häufig bestenfalls, die eh schon überall bekannten Klischees verbreitet.
Eines ist sicher weitläufig bekannt. Männer die zu Dominas gehen, sind beruflich in leitenden Positionen tätig und müssen darum bei der Domina die Rolle des Sklaven einnehmen und sich unterwerfen, damit sie Befriedigung finden.
Das entspricht doch erfahrungsgemäß überhaupt nicht den Tatsachen.
Ich agiere ja nicht nur selber als Domina, sondern kenne die Szene (privat wie professionell) sehr gut. Da stellt es mir regelmäßig die Haare auf, wenn ich im TV getätigte Aussagen zu derartigen Thematiken höre.
Es bestätigt mich darin, dass diese Aussagen nur von Menschen stammen können, die mit BDSM selber einzig und alleine mit Geld in Verbindung bringen, selber aber weder von den Menschen und den Hintergründen, so gut wie keine Ahnung haben.
Der einzige Grund, warum sie mit BDSM in Berührung kommen ist, weil sie damit Geld verdienen.
Es spricht ja an sich auch nichts dagegen, dass man mit SM selber nichts anfangen kann, es aber beruflich einsetzt.
Nur wenn ich dann eben Aussagen von Dominas höre, dass SMler ja ohnehin krank und verrückt sind, ja sogar spinnen, dann geht mir die Hutschnur hoch.
Da wird regelmäßig behauptet, ohne die Demütigung und den Schmerz könnten diese Männer ohnehin keine Befriedigung mehr erlangen.
Meist wird dann noch erklärt, warum das so ist und mit abenteuerlichen Gründen wie Traumata in der Kindheit, als Grund abgetan.
Köstlich. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man sich manchmal echt schief lachen.
Ich bewege mich ja doch schon viele Jahre in der SM-Szene (real wie virtuell) und die Erfahrung die ich machen konnte, geht BDSM durch wirklich alle Gesellschaftsschichten.
Es sind alle Berufsgruppen vorhanden.
Vom arbeitslosen Bauarbeiter bis zum Politiker sind alle vertreten. Die Rollen sind auf beide Seiten verteilt – in leitenden Positionen ebenso wie in „leidenden“.
Da ist der Kellner, der die Managerin in die Seile hängt und die Ärztin, die sich vom Schauspieler in aller Öffentlichkeit vorführen und demütigen lässt.
Ebenso ist vielleicht der Bauhilfsarbeiter ein super Dom, der die Chefmanagerin gekonnt dominiert.
Die einzige Erklärung, die mir einfällt, warum sich dieses Klischee bei manchen Dominas so lange hält ist, dass Menschen in gehobenen Positionen meist mehr Geld für einen Dominabesuch zur Verfügung zu haben, als ein arbeitsloser Kellner.
Im Gegensatz zur „privaten“ SM-Szene, sind Dominas und SM-Studios wie bereits erwähnt, sehr häufig in derartigen Reportagen zu sehen.
Klar, da rechnen sich sicher einige eine gute Werbung aus.
Heutzutage ist es nicht mehr so leicht, private Personen für Reportagen oder Berichte zu begeistern. Selbst für SM-Filme oder Pornos sind private Pärchen fast nicht mehr zu bekommen.
Anfangs wollten sie noch was verändern, vermitteln und aufklären. Sie wurden aber in der Regel immer wieder enttäuscht und eines Besseren belehrt, wie Medien mit ihrem intimen Leben umgehen.
Durch unsachgemäße Kommentare und die Art, den Film/die Reportage zu schneiden, ist die beste Aussage zunichte.
Ich habe selber schon so viele Angebote von TV-Sendern und Printmedien bekommen, dass ich irgendwann habe aufgehört sie zu zählen.
Was sollte ich auch von Produktionen halten, die mich bloß als Objekt für ihre Quoten sehen. Wo ich eigentlich nur als Belustigung der Allgemeinheit dienen sollte?!
Einmal kam z.B. eine Anfrage über meine HP. Man wollte mich als professionelle Domina bei einem Frauentausch haben. Tauschen wollten sie mich mit einer Nonne. Ich sollte ins Kloster, sie ins Dominastudio.
Solch eine Aktion kann doch nie und nimmer zur Akzeptanz von uns SMlern bei der Bevölkerung beitragen. Klar, dass das sicher für viele, einfache Leute super lustig gewesen wäre.
Sicher, die Intention war sicher eine andere, als aufzuklären. Jeder, der die Sendung kennt weiß, dass diese nur aus Provokation und Streitereien besteht und dem „gemeinen“ Volke als Belustigung dient.
Außerdem würde ich hier nicht nur einen Menschen (auch wenn ich persönlich von der katholischen Kirche und ihrem Glauben persönlich nichts halte) massivst vor den Kopf stoßen.
Und das gleich zweimal – einmal natürlich, wenn ich dort tatsächlich ins Kloster gegangen wäre, so wie sich der Sender das wahrscheinlich vorgestellt hätte. Ich hätte aber sicher keine Quoten gebracht. Zwar hätte ich bestimmt dort nicht mit gebetet, aber ich hätte mich bestimmt angepasst und wäre nicht im Latexnonnenoutfit dort eingecheckt.
Und die Nonne hätte einstweilen in meinem Studio meine Gäste bedient???
Na bravo – Belustigungsobjekte auf Kosten von Menschen, ihren Einstellungen, ihres Glaubens, ihrer Neigungen.
Auch wenn ich z.B. für Fotos schon in ein Latex-Nonnenoutfit hüpfe, so würde ich nie persönlich diese Menschen vor den Kopf stoßen.
Das kommt glatt so vor, wie die behinderten und kleinwüchsigen Menschen im Zirkus dem Publikum vorgeführt wurden um dieses auf gemeine Art zu belustigen – natürlich auf Kosten dieser armen Menschen.
Ich bekam Anfragen wirklich von fast allen deutschsprachigen TV-Sendern. Aus Österreich, der Schweiz und Deutschland.
Und jedes Mal habe ich dankend abgelehnt und war schlussendlich mehr als froh, als ich die Sendungen dann gesehen habe.
Zweimal lud ich sogar einen Redakteur zu uns ein.
Von einer großen, deutschen Produktion, war ein ausgesprochen netter, junger Mann gut 4-5 Stunden bei uns. Wir (Esther und ich) lernten ihn bei einem Videodreh kennen, wo wir fotografiert haben.
Er war wirklich äußerst bemüht und interessiert. Nach stundenlangen Gesprächen in unserem Spielzimmer konnte er uns aber leider nicht versichern, was wie geschnitten und kommentiert wird.
Darüber hätte er natürlich keinen Einfluss.
Auf die Frage, ob es denn möglich wäre, das Material vor der Ausstrahlung zu sichten und im Bedarfsfall etwas ändern zu lassen, wurde natürlich verneint.
Ich verstehe es natürlich – schließlich waren damals 2-3 Drehtage anberaumt. Was wäre, wenn wir danach sagen, wir wollten es doch nicht so haben?!
Somit war das Thema für mich sowieso gegessen, auch in Anbetracht einiger Dinge, mit denen ich absolut nicht zufrieden und einverstanden gewesen wäre.
Wir hätten damals unser (damals waren Esther und ich noch ein Paar und lebten zusammen) privates SM-Leben und unseren Alltag mit BDSM zeigen sollen. Auch der Bereich im Studio sollte in die Reportage mit einfließen.
Gern hätten wir gezeigt, dass es durchaus auch Dominas gibt, die privat SM (er)leben und außerdem hätten wir auch klargestellt, dass SM sehr viel mit Zärtlichkeit, Zuneigung, Nähe zu tun hat und nicht, wie häufig gezeigt und angenommen, immer Gewalt, Demütigung und Schmerzen/Schläge mitspielen.
Weiters war geplant, einen Gast von mir zu interviewen. Ich sagte ihm, ich könnte einen Sub (heute mein Partner, damals ein lieber Freund in einer Spielbeziehung) dafür begeistern könnte.
Jedoch erbat ich auch einige Tage Bedenkzeit für ihn.
Auch wenn er ohne Gesicht gezeigt wird, finde ich, sollte er schon die Möglichkeit haben, sich darüber Gedanken machen zu können, ob er das wirklich will.
Sie hatten damals aber schon ziemlich Stress, mussten fertig werden, damit alles pünktlich zum geplanten Start der Staffel im Kasten ist.
Er meinte, wenn mein Freund nicht damit einverstanden ist, dann könnte er sicher einen „Sklaven“ besorgen, der dann von einer Session mit mir und seinen Beweggründen erzählen konnte.
Na toll.
Wie sollte ein Mensch, der mich nicht kennt, über eine Session mit mir erzählen???
Dann gab es ja noch, die vor mittlerweile etlichen Jahren im ATV gebrachte Reportage. Ich habe dazu seit damals eine Stellungnahme auf meiner HP und in vielen Foren stehen, wo ich mich von den Aussagen der dort gezeigten Domina distanzieren wollte.
Die privaten Darsteller (die ich alle kenne), waren natürlich völlig in Ordnung, auch wenn die Kommentare im Hintergrund teilweise wirklich dümmlich waren.
Aber die Domina hat wirklich das Fass zum Überlaufen gebracht.
Wer es lesen will – HIER – ist die Stellungnahme.
Für die, die es nicht gelesen haben.
Es geht um eine Wiener Domina (heute nicht mehr aktiv), die über ihre Gäste spricht und Aussagen tätigt, dass man sich echt genieren könnte.
Sie wären ja krank und können auf normalem Wege ohnehin keine Befriedigung mehr finden.
Danach kam auch ein Gespräch über ein SM-Utensil, den sogenannten Humbler.
Meist aus Holz oder Metall, dient es dazu, den Hodensack durch eine Öffnung zwischen zwei Teilen einzuklemmen. Es wird jedoch lediglich die Haut durch das Loch gezogen, der Hodensack selber ist außerhalb des Humblers.
Durch die Form wird er hinter die Oberschenkel geklemmt und zwingt so den knieenden Sub in der Stellung zu verharren.
Würde er aufstehen, würde es mächtig an seinem Hodensack ziehen.
Der Journalist fragte, was das denn für ein interessantes Gerät ist. Sie sagte ihm, man würde darin die Hoden einklemmen.
Darauf fragte er ganz entsetzt, ob das nicht weh tut und ob da eh nichts beschädigt wird, wenn man die Hoden selber darin einklemmt.
Sie meinte ganz lapidar, wenn man in ein Dominastudio geht, müsse man ohnehin beschädigt sein und könne auf normalem Wege eh keinen befriedigenden Sex erleben.
Eine Domina, die über ihre Gäste sagt, sie seien ja eh krank, ist schon ein starkes Stück, wie ich finde.
Dass es Göttin sei Dank auch andere Damen gibt, das wissen wir ja eh. Nur warum werden die nur so selten gezeigt?
Bringen die keine Quoten oder lassen die sich nicht vermarkten.
Leider sind es sehr häufig die Dominas, die SM so schildern, wie er real nicht wirklich gelebt wird.
Eine Domina erzählte z.B. in einem Bericht – ihr Stammgast steht neben ihr – dass dieser ihr sehr gerne einmal seine Frau vorstellen würde. Die Ehefrau von ihm wüsste schließlich, dass er in Dominastudios geht und dürfte dieses offenbar dulden.
Sie meinte, man sollte das nicht so vermischen. Das wäre doch viel zu intim, viel zu persönlich.
Sie würden ja in einer Parallelwelt leben, die auch nicht immer so stattfindet – sie sei eigentlich ganz normal. Da will sie einfach Abstand halten.
Natürlich - jede Domina soll und muss ihre Tätigkeit so handhaben, wie sie es für richtig hält.
Für mich ist es nicht ungewöhnlich, dass Pärchen gemeinsam zu mir kommen oder Männer irgendwann ihre Freundin/Frau zu einer Session mitbringen.
Selbst bei Parties bei uns habe ich z.B. schon ab und an mal die Frauen zu den Männern kennen gelernt, mit denen ich mich sehr gut verstand und die ich zu unseren Parties eingeladen habe.
Damit habe ich persönlich wirklich kein Problem. Aber gut, Dominas und ihre Bedürfnisse sind eben verschieden.
Aber gut, darum geht es ja nicht wirklich und nur am Rande.
Mich stört einfach, dass nie gezeigt wird, dass Profidominas auch lustvoll und mit eigenen Fantasien/Neigungen an die Sessions herangehen.
Dass sie selber Lust und Spaß bei Studiosessions verspüren können.
Aber viel mehr stört mich, dass man meist nur „Entfernung“, „Strenge“, „Küss mir die Stiefel, Du nichtsnutziger Sklave“, „gepeitscht und geschlagen“, „das Demütigen von Menschen“, etc sieht.
Nur sehr selten werden Frauen gezeigt, die Spaß daran haben und zugeben, dass ihnen die Tätigkeit als Domina auch durchaus Lust einbringen kann.
Ich würde so gerne sehen, dass BDSM auch aus Zärtlichkeiten, Nähe, Lust, Grenzen, die gemeinsam erweitert werden, Zuneigung, Auffangen, Tränen der Lust, etc gezeigt werden.
Dass BDSM bei Weiten nicht nur aus Schlagen, Demütigung und Schmerz besteht, wissen wir zwar, die es leben, aber nicht die, die es nicht kennen.
Im letzten News-Bericht (Printmedium Österreich) kamen wenigstens die privaten SMler mal ganz gut weg.
Der Bericht war zu meiner Überraschung gar nicht mal so schlecht geschrieben, bis ein paar Ausrutscher seitens des Redakteurs.
Im Großen und Ganzen kam eigentlich sehr gut rüber, dass SMler ganz normale Menschen sind, die eben mit ein paar Komponenten aus dem SM-Bereich ihr Sexualleben erweitern.
Dass sie auch ganz normalen Blümchensex brauchen und leben.
Tja und dann haben wir noch den Bereich in den Medien, den die SM-Szene am meisten fürchtet.
Wenn im SM-Kontext Straftaten begangen werden.
Leider können viele Menschen da nicht unterscheiden und vermengen zwei Dinge, die miteinander nichts zu tun haben – außer Wörter, die oft missbräuchlich verwendet werden.
Zwischen dem einvernehmlichen BDSM, der unter mündigen erwachsenen Menschen aus Lust und Leidenschaft passiert und z.B. dem wirklichen Sadisten, der Menschen gegen ihren Willen missbraucht, vergewaltigt oder auch jegliche ethische Grenze überschreitet.
Erst vor Kurzem gab es in Wien eine Gerichtsverhandlung mit Verurteilung eines Ex-Pärchens.
Laut Medien wollten sie eine 17 jährige entführen und im Studio (welches sie damals gemeinsam betrieben) vergewaltigen und quälen.
Im Prinzip stellte sich heraus, dass sie offenbar laut Medienberichten, mehr oder weniger auch dazu gezwungen wurde.
Wie auch immer – dass solche Handlungen natürlich nicht nur alle SMler, sondern auch die professionellen SM-Studios in Verruf bringen und in einem völlig falschen Licht darstellen, ist wohl jedem klar.
Die Allgemeinbevölkerung kann eben meist nicht unterscheiden, worum es wirklich geht.
Man lese sich nur die Kommentare in div. Internetseiten von öst. Tageszeitungen durch.
Der Kannibale von Rothenburg ist auch immer wieder der Renner, wenn man von Perversen und Triebtätern berichten will.
Bitte versteht mich nicht falsch. Ich will bei Göttin nicht alle Medien und Berichte oder Studios schlecht machen.
Ich würde mich nur endlich mal freuen, würden endlich einmal gute Berichte über die Szene – egal ob „Profi“ oder „Privat“, gezeigt werden, die realistisch und ehrlich sind.
Lieben Gruß,
Katarina
|