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Das Chaos besiegt die Ordnung, weil es besser organisiert ist.
Pratchett

 
 
Gedanken zu SM-Studios in Österreich. Hier möchte ich mir einfach ein paar Gedanken zu SM-Studios im Allgemeinen machen.
Wenn hier jemand einen Bericht von anderen Studios oder eine Wertung der agierenden Damen vermutet, wird enttäuscht sein.
Viel mehr möchte ich mir einfach ein paar Gedanken machen zu den gängigen Praktiken und Handlungsweisen in so manchem Studio!

SM-Studios gibt es mittlerweile in Wien, wie Sand am Meer.

Profistudios sind damit gemeint. Die "angebliche" Profiliga unter den peitschenschwingenden Ladies.
Wobei das Profi nicht zwangsläufig für professionell im Sinne von "PROFI" und professioneller Arbeit/Leidenschaft steht, sondern auf alle Fälle für gewerbliche Domina.
Was aber jetzt bestimmt nicht heißen soll, dass alle SM-Studios zwangsläufig nicht gut sein müssen. Das wollte ich damit bestimmt nicht sagen.

Naja, mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass mit den "Perversen", wie sie von vielen Menschen gesehen werden, ein lukratives Geschäft zu betreiben ist.
Seit einigen Jahren sprießen die neuen Dominas aus dem Boden, wie die Pilze nach einem feuchten Sommertag. Jedes noch so gammelige Puff hat irgendwo hinten oder unten eine "strenge Kammer", wie es im Puffjargon heißt, untergebracht!

Laut einer Aussage einer Dame, die in so einem Etabliessement arbeitet, spielt sich das in etwa so ab:

"Schau, da brauch ich so nem Trottel nur ein paar am Oarsch hauen, kann dabei meine Agressionen gegen die Männer abbauen und krieg noch ur viel Kohle dafür. Und befummeln brauch ich mich auch net lassen".
Denn als Lady XXX, ist ja jeglicher Körperkontakt ausgeschlossen. Blättert man auf derartigen Seiten weiter, steht dort die XXX, die alles anbietet, von Geschlechtsverkehr über Französich bis hin zu, ich weiß nicht was alles.

Es ist ja nichts Verwerfliches an der Sache "Verkäuflicher Sex" - das wäre ja die pure Doppelmoral meinerseits, jedoch verurteile ich sehr wohl diese Versteckspiel!

Session im alten, privaten Spielzimmer!
Session im alten, privaten Spielzimmer! Beginn einer Fesselung mit Seilen!

Wie zum Teufel, soll jetzt ein SM-Neuling ein gutes von einem schlechten Studio unterscheiden?

Wie findet er das für ihn geeignete Etablissement und die für ihn passende Domina?


Natürlich werden die Studios und Dominas selber nur das Beste über sich schreiben. Dumm wären sie.
Was denkt ein Neuling, wo er am besten aufgehoben ist? Wonach geht er, bei seiner Auswahl, die geeignete Herrin für ein paar Stunden zu finden?
Was ist ihm wichtig? Viele, viele Fragen und die Antworten kann im Prinzip ohnehin nur jeder für sich beantworten.

Ich erzähle Euch mal, was ich mir über das Thema „Profi“-SM-Studios so denke und welche Erfahrungen, mir von meinen Besuchern und Bekannten erzählt wurden.
Manch einer denkt einmal, wenn das Studio groß ist, viele verschiedene Räume hat und dort viele Ladies peitschen, dann muss es doch auch zwangsläufig gut sein.
Dominas, die alle nur erdenklichen Praktiken anbieten, sind bestimmt sehr erfahren und kennen sich natürlich auch mit allen Praktiken perfekt aus.

Session im alten, privaten Spielzimmer!
Session im alten, privaten Spielzimmer! Hier bringe ich neben einem Knebel noch eine Nasenklammer an.

AHA!

Session im alten, privaten Spielzimmer!
Session im alten, privaten Spielzimmer! Durch die Nasenklammer kann man den/die Partner(in) gut in Form bringen!

Nunja, die Logik erscheint einfach. Zumindest aus mancher Männersicht.
Nicht falsch verstehen, aber viele Männer sind sehr einfach gestrickt, was das Denken im/um/vor/ und vorallem während dem Sex geht.
Größe ist schon immer für viele Männer sehr wichtig gewesen.
Grosses Auto, großes Geldtascherl, großes Haus, großer Hund, dickes Auto und natürlich der großer Schwanz.

Und – sind nun alle großen auch zwangsläufig die Besseren?
So würde ich das pauschal einmal nicht mit ja beantworten. Ich denke, man(n), sollte einfach einmal wissen, was er grundsätzlich sucht. Demnach kann er einmal eine Grundauswahl treffen und sehen, ob das passende Studio bzw. die auserwählte Dame überhaupt in Frage kommt.

Session im alten, privaten Spielzimmer!
Session im alten, privaten Spielzimmer! Hier fixiere ich die Nasenklammer an der Rückenfesselung!

Ein Fußfetischist wird natürlich in erster Linie, nach einer Dame mit diesem Fetisch suchen.
Für einen Klinikliebhaber ist meist eine authentische Klinik für sein Kopfspiel wichtig. Diese Liste könnte man jetzt natürlich mit allen erdenklichen Fetischen und Fantasien weiterführen.

Aber wirklich wissen, ob die Auswahl gut war, wird er ohnedies erst nach vollbrachter Session wissen. Dann weiß er, ob er mit seiner Intuition bzw. Auswahl richtig gelegen hatte!

Bestimmt findet man in diversen Internetforen auch Erfahrungsberichte. Diese kann man sich schon mal vorab durchlesen und hoffen, dass die Erzählungen und Erfahrungen auch wirklich von einem Besucher und nicht von der betreffenden Dame selber verfasst wurden. Auch darf man nicht vergessen, dass viele Negativberichte leider sehr oft, von der neidischen Konkurrenz, in den anonymen Weiten des World-Wide-Web geschrieben wurden um einer Lady eines Auszuwischen.Hat man nun endlich die passende Frau gefunden. Erfüllt sie auch, die noch so ausgefallensten Fantasien, dann heißt es einmal, allen Mut zusammenzufassen und dort anzurufen.
Klammheimlich, hoffen viele, dass niemand abhebt. Was sagt man am besten? Tausend Gedanken fliegen einem im Sekundentakt durch die Gehirnwindungen.
Soll man sich mit seinem echten Namen melden oder doch besser ein Pseudonym aussuchen?
Man kann ja nie wissen, was so eine Dame nicht mit einem Vornamen alleine alles anzufangen weiß.
Hat man nun endlich die Nummer gewählt, die Stimme hat sich gemeldet ist die größte Hürde genommen. Ist man bis jetzt in der Leitung geblieben, kann nicht mehr viel schief gehen.

FetishMania im Underground!
Spontane Session auf einer FetishMania im Club Underground!

Bleibt nur mehr die Frage, wie man die Dame seiner Träume nun ansprechen soll.
„Hallo Domina“ oder doch besser „Guten Tag, verehrte Lady xyz“.
Vielleicht nur ein zaghaftes „Hallo“?
Vor allem, wo doch auf vielen Homepages, seitenweise Verhaltensregeln abgedruckt sind, wie man die betreffende Herrin anzusprechen hat.
Nur gilt das schon am Telefon?
Ist es besser, das Ganze wie ein Verkaufsgespräch abzuhandeln?
Man(n) ist doch im Begriff etwas zu kaufen.

Mir ist ein freundliches Gespräch am liebsten. Bin ich doch keine Alltagssadistin. Aber wie ist das mit andren?
Drum denke ich, wenn man einfach freundlich „Guten tag, hier spricht der xxx“ in den Hörer sagt, ist sicher nichts verkehrt.
Man merkt dann bestimmt auch sehr schnell, ob man weiter spricht oder doch besser, den Hörer in die Gabel wirft.

Sind nun die Preise verhandelt, mögliche Praktiken abgeklärt, dann sollte man sich einmal einen Termin vereinbaren.
Und hier fängt meiner Meinung nach ein gutes Studio an.
Beim Telefonat. Ist es doch die erste wirkliche Möglichkeit, sich ein wenig kennen zu lernen.
Ein Telefon leistet hier gute Dienste. Es ist auf der einen Seite anonym, aber doch persönlich.
Man kann fragen, bekommt gleich eine Antwort und kann etwaige Sorgen und Fragen abklären. Missverständnisse sind so schnell ausgeräumt.

Eine Herrin, die ihre Aufgabe gern macht, wird sicher nichts gegen ein unverbindliches Gespräch haben.

FetishMania im Underground!
Spontane Session auf einer FetishMania im Club Underground!

Halte doch nicht viel von diesen ganzen Floskeln. Vor allem, wenn ich mir vorkomme, wie ein Stück Fleisch aus der Fleischtheke beim Billa, wäre ich wahrscheinlich auch relativ grantig.
Ein Einfaches, „Guten Tag, hier spricht der xxx“, kann meiner Meinung nach nie und nimmer verkehrt sein.
Dann merkt man eh sehr schnell, ob man besser wieder den Hörer in die Gabel wirft oder weiter spricht.

Hat man nun endlich diese für manche schwere Aufgabe gemeistert, so kann man langsam ans Eingemachte gehen.

Preise sind verhandelt, mögliche Praktiken ausgesprochen. Bis jetzt passt alles. Papier ist geduldig, Verkaufsgespräche mitunter schnell gelernt.

Nur jetzt wird es dann ans Eingemachte gehen. Für beide Seiten.
Zumindest jetzt wäre es angebracht, im Klartext zu sprechen. Auch wieder für beide Seiten, sollte dieser Ratschlag gelten.
Einmal natürlich der Besucher, der wenn möglich das erzählen sollte, was er erleben möchte. Aber auch seine Tabus und Ängste sollten genannt werden. Nur so hat frau auch die Möglichkeit, eine gelungene Session zu kreieren. Man kennt sich ja oft erst wenige Augenblicke und weiß vom anderen höchstens einen Vornamen. In einer Beziehung ist das ein wenig anders gelagert. Da kennt man sich, weiß über die gegenseitigen Vorlieben, Ängste und Abneigungen Bescheid und kann danach handeln.

FetishMania im Underground!
Spontane Session auf einer FetishMania im Club Underground!

Und spätestens beim ersten Gespräch, sollte man erkennen, wie ernst es die betreffende Lady nimmt.
Ein schnelles Gespräch, so nach dem Motto: „Jaja, ist alles vorhanden und alles, was Du willst ist möglich“, wird wahrscheinlich nicht wirklich realistisch sein.
Eine Herrin, die ihre Leidenschaften im Studio lebt, hat bestimmt irgendwelche Tabus oder Praktiken, die sie nicht anbietet.

Auch kein Studio hat wirklich für alles, das passende Studio. Leider wird oft in den Inseraten, der Homepage oder im Gespräch alles zugesagt und kann dann natürlich nicht wirklich gehalten werden.
Also nicht immer ist die Quantität, die bessere Wahl. Oft zählt der alte Spruch – Du weißt schon, der mit der Qualität, eben doch ein wenig mehr.

Meiner Meinung nach ist es halt nur schade, wenn Studios mit Dingen werben, die sie gar nicht besitzen.
Ein Wiener SM-Studio zB macht Werbung mit einem bestens ausgestatteten Gummizimmer – bloß Gummi gibt’s dort auch keinen – außer die kleinen Dinger, die man zur Krankheitsabwehr über Körperteile stülpt.
Was sich derartige Damen dabei denken – ich weiß es nicht. Halten sie die Besucher für so bescheuert?
Naja, ist der einzige Gummianzug, der von der bestens ausgestatteten Gummi-Kammer über ist, gerade in der Reparatur.


FetishMania im Underground!
Spontane Session auf einer FetishMania im Club Underground!

Es wird mit Damen geworben, die schon Monate und teil Jahre gar nicht mehr dort aktiv sind, geworben.
Möchte ein Besucher dann genau dieses Mädchen buchen, ist sie zufällig heute eben nicht da, oder es wird ihm ein ähnliches Mädel untergeschoben. Die Geilspechte sind ja eh so dumm und merken es nichtNur manches Mal muss ich den Besuchern auch die Schuld geben.
Sie sehen, dass versprochenes nicht vorhanden ist, und bleiben dann doch. So nach dem Motto „Jetzt bin ich schon da, na dann bleib ich halt“. Und genau darauf wird ja spekuliert. Würden sich manche Männer derartige Dinge nicht gefallen lassen, sondern gleich den Mund aufmachen, wären derartige Betrügereien nicht bon langer Dauer. Es nützt auch nichts, wenn man derartige Erlebnisse in Foren breittritt, aber aus Geilheit doch geblieben ist.
Es gibt nur eines, was man in solchen Fällen tun kann. Ebenso, wenn man sich nicht wohl fühlt – nämlich auf schnellstem Wege, die Räumlichkeiten wieder in Richtung Strasse zu verlassen.Eine Herrin, die ihre Sache ernst nimmt, hat bestimmt auch nichts gegen ein unverbindliches Kennenlerngespräch, eine Besichtigung der Räumlichkeiten vor einer Session und bei gewissen Dingen auch das Herzeigen von Instrumenten und sterilen Artikeln z.B. bei Klinikpraktiken.

FetishMania im Underground!
Spontane Session auf einer FetishMania im Club Underground!

Meiner Meinung nach ist es auch sehr wichtig, dass sich der Besucher absolut wohl fühlt. Er muss sich fühlen, wie wenn er sich gerade mit seiner geliebten trifft und nicht mit zu einer bezahlten Dienstleistung geht,
Telefon und Türglocke sind in der Zeit, wo ein Besucher da ist, stumm geschalten.
Also ich handhabe das zumindest so.
Dass das nicht überall der Fall ist, weiß ich nicht nur aus Erzählungen von meinen Besuchern.
Da werden Telefongespräche geführt, während einer Session. Die Türe wird geöffnet, der neue Besucher darf schon im Studio warten, während der andere noch da ist.
Unliebsame Begegnungen sind da nicht selten.
Auch ist mir schon zu Ohren gekommen und ich habe es sogar auch live miterlebt, dass manch eine dame, nebenher zwei oder mehr Gäste abfertigt.

Also das wäre mir abgesehen davon, dass ich es absolut unmöglich finde, ohnehin viel zu stressig.
Auch ich möchte meinen Spaß haben – das geht aber nur, wenn man absolut entspannt ist und Zeit hat.
Stress hat bei diesen dingen keinen Platz. Man hat ohnehin im Leben so viel Stress, dann braucht man diesen nicht auch noch bei einer der schönsten Sachen der Welt…


Aktualisiert am 27. Mai 2009
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